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Einkaufen in der Dinslakener Altstadt |
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Die Fleischerei & Partyservice Lehmkuhl, Neustr. 59 - Inhaberin:
Bernd Lehmkuhl |
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Die Weichen sind gestellt 95 Jahre ist es her, da wurde die Fleischerei Lehmkuhl in Dinslaken gegründet. Geführt wird das Traditionsgeschäft heute in der dritten Generation von Bernd Lehmkuhl. Bevor er ans Aufhören denkt und sich zur Ruhe setzt, will er erst noch die 100 voll machen. Das wird in fünf Jahren der Fall sein, denn in diesem Monat besteht die Metzgerei von Bernd Lehmkuhl seit 95 Jahren. Obwohl er sich noch nicht zur Ruhe setzen will, hat der 59-Jährige schon die Weichen in Richtung Zukunft gestellt und die Nachfolge geregelt. Sein Mitarbeiter Peter Gierlings wird den Betrieb an der Neustraße übernehmen. Ein nahtloser Übergang“ soll es werden, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen sein wird. Bis dahin will Bernd Lehmkuhl seinen Kunden in seinem Geschäft auch weiterhin die gute Qualität seiner Waren bieten und den gewohnt hohen Standard halten. Von Norderney nach Dinslaken 1910 war es, da gründete Hermann Lehmkuhl, der Großvater des jetzigen Firmeninhabers, die Metzgerei. Bernd Lehmkuhls Vater Heinrich kam 1913 zur Welt. Später erlernte dieser das Konditoren- Handwerk und arbeitete, so wie es innerhalb der Familie abgesprochen worden war, in der Konditorei, die der Bruder seines Vaters auf Norderney betrieb. Bernds Onkel Willi sollte später die Metzgerei übernehmen. Doch er fiel in den letzten Kriegstagen. Der Großvater wurde schwerverletzt. Er starb 1950 und Großmutter Lehmkuhl stand mit der Metzgerei allein da. Ihr Hilferuf blieb nicht ungehört. Im gleichen Jahr verließ Heinrich Lehmkuhl Norderney, kehrte nach Dinslaken zurück, wurde hier Metgzer und führte die Fleischerei an der Neustraße weiter. Damit stand dann auch fest, was Bernd Lehmkuhl werden sollte: Metzger. Gefragt wurde er zwar nicht, doch hat er es nie bereut, dies Handwerk erlernt und 1983 den Betrieb übernommen zu haben, wie er rückblickend sagt. Sein Ziel ist es, „für die Dinslakener Bürger das Fleischerfachgeschäft zu erhalten“. Der 59-Jährige bedauert, dass es in der Stadt immer weniger Inhaber-geführte Fachgeschäfte gibt, weil die Besitzer irgendwann aufgeben und ihre Läden schließen. Denn was nachrücke, seien zumeist Ketten, die überall ihre Filialen eröffneten. von Heinz Schild RP 05.04.2005 |