Dinslakener Geschichte

 


 

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Einblicke in die Geschichte der Stadt Dinslaken

Vorwort

 

 

12. Jahrhundert
Bau eines Castells und erste urkundliche Erwähnung als "Lake juxta Instincfeld" (Lake bei Hiesfeld) in einem Grund- und Zinsbuch der Benediktinerabtei in Essen-Werden.

1273 Verleihung der Stadtrechte durch Graf Dietrich VII. von Kleve.
1399 Die Schröder erhalten ihren Gildenbrief.
1412 Graf Adolf von Kleve gestattet die Einrichtung eines Wollenamtes.
1420 Ausbau des Castells aus dem 12. Jahrhundert zur Burg, unter anderem durch einen 40 Meter hohen Hauptturm, Nutzung als Gefängnis für "Hexen" und Wiedertäufer.
1426 Die Gilde der Bauleute bildet zusammen mit den Schützen die St.-Georg-Bruderschaft.
1434 Gründung des Klosters Marienkamp.
1450 Die Kirchengemeinde St. Vincentius errichtet eine dreischiffige gotische Hallenkirche.
Die Geschichte des Voswinkelshof reicht bis ins frühe 15. Jahrhundert zurück.
1453 Die Schumachergilde fasst ihre Statuten neu.
1461 Gründung der Jodokus-Gilde, dem Ursprung des heutigen Bürger-Schützen-Vereins
1463 Nach der Errichtung der Wassermühle am Altmarkt wird am Eppinghovener Feld eine Bockwindmühle errichtet.
1478 Dinslaken erhält das Marktrecht.
1495/96 Jäger und Fürstenbesuch auf der Burg
1500 Für die Trinkwasserversorgung sind die Pumpen lebenswichtig. Die Wurzeln der Pumpennachbarschaften reichen bis in das 15. Jahrhundert zurück. 
1510 Hexenprozess in Dinslaken
1540 Dinslaken wird Hansestadt.
1599 Die Leineweber erhalten ihren Gildenbrief.
1611 Gründung der evangelischen Kirchengemeinde.
1627 Die Burg wird im 30-jährigen Krieg von den Holländern niedergebrannt.
1650 Die älteste bekannte Stadtansicht
1652 Die unter Kunsthistorikern bekannte Kreuzigungsgruppe von 1501, wurde vor der Zerstörung gerettet und um 1600 von Wesel nach Dinslaken geholt. 1652 wird sie restauriert.
1665 Eröffnung der Adler-Apotheke.
1667 Die Schmiede erhalten ihren Gildenbrief.
1668 Die Stadt Dinslaken wird in der Postgeschichte zum ersten Mal genannt.
1678 Am Schweinemarkt wird ein neues Verwaltungsgebäude für Amtgericht und Bürgermeisteramt eröffnet.
1712 Ein Postwagen verkehrt regelmäßig auf der Strecke Düsseldorf - Dinslaken - Wesel.
1722 Errichtung des jüdischen Friedhofs
1753 Die Stadt wird Sitz eines collegialischen Landgerichts im Herzogtum Kleve.
1770 Der Hauptturm wird durch Blitzschlag erheblich beschädigt. Die restliche Burganlage wird umgebaut und Sitz des Dinslakener Rentmeisters.
1784 Die Stadt zählt 870 Einwohner.
1809 Napoleon passiert auf seiner Fahrt von Wesel nach Düsseldorf auch Dinslaken.
1818 Der Kreis Dinslaken wird gegründet.
Die ev. Kirchengemeinde beginnt mit dem Bau einer Schule.
Vor den Toren der Stadt wird am Neutor der erste kommunale Friedhof errichtet.
1822 Im heutigen Ortsteil Hiesfeld wird eine Windmühle errichtet.
1833 Streit um die Ansiedlung einer Gerberei
1834 Der Neubau der kath. Schule wird fertiggestellt.
Das Hotel Rosendahl wird eröffnet.
1837 Das Landgut Haus Bärenkamp, heute Verwaltungssitz und Herzstück der Trabrennbahn, wird gebaut.
1839 Der spätere preußische Kultusminister Friedrich Theodor Althoff wird in Dinslaken geboren.
1840 Einer der letzten Nachtwächter zieht seine Runden durch die Stadt.
1848 Prinz Wilhelm von Preußen (später Kaiser Wilhelm I.) stattet Dinslaken am 4. Mai einen Besuch ab.
1850 Dinslaken erhält zwischen 1840 und 1850 die erste Straßenbeleuchtung.
Die Industrialisierung beginnt. Es entsteht eine Leimfabrik, später auch eine Zündkerzenfabrik und ein Walzwerk.
1853 Die Dinslakener Burg wird von der Familie de Fries erworben, die darin eine Landwirtschaft und eine Schnapsbrennerei etabliert.
1856 Die Eisenbahn kommt, die Poststation und verschiedene tägliche Postverbindungen werden deshalb aufgegeben.
Gründung der Sparkasse.
1859 Die "Evangelische Kleinkinderschule" ist der erste Kindergarten der Stadt.
1866/67 Die Cholera grasiert in Dinslaken.
1876 Die dem Postamt Wesel unterstehende Postexpedition Dinslaken wird selbständiges Postamt III. Klasse und eröffnet ein Telegrafenamt.
1879 Das Bürgermeisteramt bezieht ein neues Verwaltungsgebäude in der Neustraße.
1883 Der Glockenstreit
1884 Der Beudelshof wird zum ersten Dinslakener Krankenhaus, dem Vinzenz-Hospital.
1890 Der Bürgerschützenverein stifte ein Denkmal zur Ehre von Kaiser Wilhelm I.
Gründung der Kolpingfamilie.
1894 Die Stadt entwickelt sich mit ihrem Viehmarkt zum Zentrum am unteren Niederrhein.
1896 Neubau eines Amtsgerichts, das später als Rathaus genutzt wird.
1897 Baubeginn für das Walzwerk "Deutscher Kaiser"
1900 In Dinslaken fahren erstmals Straßenbahnen.
Die Stadt erwirbt die Dinslakener Burg.
1901 Ein neuer Friedhof wird errichtet: Der heutige Parkfriedhof.
1903 Das Gas- und das Wasserwerk werden eröffnet. Die ersten Straßenlaternen leuchten und in den ersten Haushalten gibt es fließendes Wasser aus der Leitung.
1906 Die ehemalige Burganlage wird zum Kreishaus umgebaut.
Es gibt mehr Rindviecher als Einwohner: der Viehmarkt hat einen Jahresauftrieb von 33.500 Tieren.
1909 Die ehemalige Burganlage wird zum Kreishaus umgebaut, doch ehe sich die ersten Mitarbeiter ans Aktenstudium begeben können, vernichtet ein Großfeuer große Teile des neuen Kreishauses.
Mit den Abteufarbeiten beginnt die Errichtung der Schachtanlage Lohberg.
1912 Das Vinzenz-Hospital räumt nach Fertigstellung des Neubaus an der heutigen Dr.-Otto-Seidel-Straße den ehemaligen Beudelshof. Als "Marienhaus" dient das Gebäude bis 1945 als soziales und geistliches Zentrum der Pfarrgemeinde St. Vincentius.
Die Kohleförderung auf dem Bergwerk Lohberg beginnt.
1913 Die Stadt hat 10.000 Bürger.
Das Amtsgericht bezieht sein neues Gebäude an der Schillerstraße.
1916 Der neue Bahnhof wird in Betrieb genommen.
1917 Hiesfeld wird nach Dinslaken eingemeindet.
Die Überschwemmung des Rotbachs richtet nachhaltige Schäden an.
August Thyssen wird Ehrenbürger der Stadt; ebenso Hindenburg.
1923 Belgische Soldaten besetzen wegen rückständiger Reparationslieferungen auch Dinslaken.
Die Republik steht vor dem Zusammenbruch: Inflation.
Der Kreis Dinslaken druckt eigenes Geld.
Der Betrieb des Bergwerks Lohberg kommt zum erliegen.
1924 Die Kraftpostlinie Dinslaken - Hünxe wird eröffnet.
Die Kohleförderung in Lohberg läuft wieder an, Konrad Adenauer besucht die Kumpel.
1926 Die Vereinigte Stahlwerke AG wird gegründet; die August-Thyssen-Hütte und das Walzwerk Dinslaken gehen darin auf.
1928 Es gibt eine Straßenbahnverbindung von Dinslaken nach Hiesfeld.
1930 Die NSDAP gründet eine Ortsgruppe; kurze Zeit später organisiert sich die Hitlerjugend.
1932 Die Massenarbeitslosigkeit erreicht in Dinslaken ihren Höhepunkt.
1934 Dinslaken bekommt mit dem Burgtheater eine große Freilichtbühne.
1938 Die jüdische Synagoge wird durch Braunhemden zerstört, ebenso Geschäfte und Wohnhäuser jüdischer Mitbürger. Die jüdische Schule und das Waisenhaus werden geschlossen. In letzteres wird die Parteizentrale eingerichtet.
1944 Bombenangriffe gehören beinahe zum Alltag.
1945 Das Ende des Krieges vor Augen, erleben die Dinslakener den schwärzesten Tag in der Stadtgeschichte: am 23. März laden hunderte alliierter Flugzeuge in immer neuen Angriffswellen einen Bombenteppich ab. Mehr als 800 Einwohner kommen dabei ums Leben. Dinslaken wird zu mehr als 80% zerstört. Einen Tag später rücken amerikanische Truppen über den Rhein nach Dinslaken.
Im April wird die Kohleförderung in Lohberg wieder aufgenommen.
Anfang Mai rücken die Amerikaner ab.
Dinslaken gehört zur neugebildeten britischen Besatzungszone.
Am 15. April stürzt der Turm der St.-Vincentius-Kirche über Nacht ein.
1947 Das Bandeisenwalzwerk, zeitweise das modernste und leistungsfähigste Europas, wird demontiert.
1948 Den ersten Straßen-Gasleuchten wird die Flamme abgedreht. Es gibt schon 22 elektrische Leuchten.
Die Innenstadt wird aufgeräumt.
Die Emscher wird an Dinslaken vorbei in ein neues Flussbett umgeleitet und mündet am Stapp in den Rhein.
1950 In Dinslaken wohnen 32.651 Menschen.
1951 Ein kleines Häuflein von Schauspielern, ursprünglich für die kulturelle Betreuung der Bergleute gedacht, mausert sich zum Theater, die Geburtsstunde der Burghofbühne Dinslaken.
1952 Die Dinslakener sonnen sich im Glanz olympischer Medaillen. Maria Domagalla, Günter Hasselmann und Rolf Lamers stehen in Helsinki auf dem Treppchen.
1954 Die Trabrennbahn am Bärenkamp wird ihrer Bestimmung übergeben.
1955 Der Voßwinkelhof wird nach seinem Wiederaufbau als "Haus der Heimat" eingeweiht.
Banater Schwaben und Kroatiendeutsche werden im Ortsteil Hiesfeld angesiedelt.
1959 Der Bundestagsabgeordnete des Kreises Dinslaken und Minister Dr. Heinrich Lübke (CDU) wird zum Bundespräsidenten gewählt.
1960 Der Bergbau braucht Arbeitskräfte, die übrige Industrie auch. Italienische Gastarbeiter kommen, später Griechen, Koreaner und Türken.
1966 Bürger und Besucher können ohne Abgase bummeln und einkaufen: die Neustraße ist eine der ersten Fußgängerzonen am Niederrhein.
1967 Das Altenheim "Haus Maria Frieden" mit dem integrierten Kindergarten "Marienheim" werden eröffnet.
1978 Das "Haus Rosendahl - Kath. Vereinshaus" wird zum Pfarrzentrum umgebaut.
1971 Erster Spatenstich zum Bau der Stadthalle.
1973 Die Stadt Dinslaken feiert ihre 700-jährige Stadtgeschichte. Dies ist zugleich die Geburtsstunde der DIN-Tage.
Rat und Bürger pflegen europäische Nachbarschaft und ernennen Agen in Frankreich zur Partnerstadt.
Stadthalle und unterirdische Parkgarage werden fertiggestellt.
1978 Die Stadt wächst weiter: 60.000 Einwohner
1981 Zum Gedenken an die ehemalige jüdische Gemeinde und an die geflohenen oder deportierten jüdischen Mitbürger werden Gedenkplatten aufgestellt, die an das ehemalige Waisenhaus und an die zerstörte Synagoge erinnern.
1983 Kathrin Türcks, die Gründerin und langjährige Intendantin der Burghofbühne stirbt. 1985 wird erstmal ein nach ihr benannter Preis für Autorinnen aus dem Bereich Kinder- und Jugendtheater vergeben. Im Jahre 2003 wird die Stadthalle nach ihr benannt.
1985 Aus dem ehemaligen Kreishaus wird jetzt das Rathaus.
1988 Einweihung der neuen Stadtbibliothek.
1989 Eine zweite Städtepartnerschaft wird mit der israelischen Stadt Arad geschlossen.
1991 Eröffnung des Mühlenmuseums Hiesfeld
1993 Enthüllung des von Alfred Grimm geschaffenen jüdischen Mahnmals im Stadtpark.
1996 Premiere im Rund des Burgtheaters: die Freilicht-Theater-AG hebt im Juni erstmals die Freilichtspiele aus der Taufe. 600 Zuschauer sind bei der Premiere der "Drei Musketiere".
1997 Die Einkaufsstadt Dinslaken lädt ein: die Fußgängerzone - mehr als 30 Jahre alt - erhält ein neues Make-up. Dinslaken erreicht 70000 Einwohner.
1998 Die Stadt feiert ihren 725. Geburtstag. Als Höhepunkt gibt es im August eine große Festwoche, an der sich nahtlos die "DIN" - Tage anschließen.
2007 Evangelische Glocken rufen Katholiken zum Gottesdienst
 
letzte Änderung: 23.08.11
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